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Die Luxus-Liga PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Lomax   
Mittwoch, 21. November 2007
Adam Hess klatscht sich mit seinem Backup Zygimantas Jonusas ab, für Pedrag Suput wird Vince Yarbrough eingewechselt, Andrew Wisniewski bekommt durch Michael Jordan seine Verschnaufpausen, Alex Nadjfeji kann sich auf Bankdrücker K´Zell Wesson verlassen, Patrick Femerling auf Reggie Okosa, für Quadre Lollis kommt Michael Wright in die Partie und selbst beim Kellerkind in Köln folgt Derrick Allen auf Chris Owens. Die Qualität der Liga ist beeindruckend, die Quantität der Qualität allerdings auch.

Nachdem sich in Deutschlands Luxus-Liga Hochkaräter in beispiellosem Ausmaß tummeln und selbst Akteure eines Schlages Canak, Veal, Garris oder Fox mit nur 8 bis 11 Minuten rumschlagen dürfen, erreicht die qualitative Ausgeglichenheit der Clubs auch in dieser Saison ein neues Level. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, das Credo der Tauben diverser Märchen-Prinzessinnen gilt auch für den Adel der SIM. Egal ob Ulm, Göttingen, Nürnberg, Giessen, Berlin, Trier oder Tübingen, auf den Bänken der Bundesligisten sitzen sich dicke Verträge die Ärsche breit. Die Frage nach dem Warum ist so einfach zu erklären, wie Frankfurts Absturz in der Tabelle. Während die Clubs mit dicken Schecks winken und sich nur noch bei fast sicher feststehender Qualität bedienen, sind die Tage der eigentlichen Rollenspieler gezählt. Als Indiz der High Level Personalstrategie dürfte ein kurzer Blick auf die Auktionen dieses Spätherbstes dienen, in denen reihenweise ordentliches bis solides „Spielermaterial“ liegengelassen wurde.

Dennoch sieht man Licht am Ende des Tunnels. Erste Gehaltsanpassungen, Leistungsabfall nach Überalterung, qualitativer Aderlass ins Ausland (Mallet, Andrade, Langhi, Milisavljevic, Krauser, Foster oder Moore), die ersten Schritte – aus welcher Motivation auch immer – sind gemacht, bilden aber nur einen Bruchteil bevorstehender Reformen, die eine Liga wieder auf Kurs bringen sollen und müssen.

Erst, wenn man die Qualitäten des eigentlichen Roleplayers wieder zu schätzen lernt, pegelt sich die Liga auf einem vernünftigen Maß ein, wird der Spaß am Spiel wachsen und die Spannung auf Ergebnisse ????? steigen. Dass es sich bei den dann nachrückenden Bankdrückern weder um Nationalspieler oder eigentliche 20/10-Akteure handeln wird, kann als „save“ abgehakt werden ...

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. November 2007 )
 
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